Gestern waren wir im Stadtsaal den Mike Supancic ansehen. Und die Hoch- und Talfahrt, die der Künstler und auch seine Gitarre auf der Bühne erlebt haben, hat sich auch in meinem Befinden niedergeschlagen.
Zu aller erst einmal: Super, dass die Mariahilferstraße, oder Mahü - wie es jetzt schon so umgangssprachlich heißt - eine Fußgängerzone geworden ist! Das hat auch Caroline, unserer charmanten Betreuung im Stadtsaal gefallen - die Leute kommen nicht mit dem Auto und können somit mehr konsumieren und die Kasse des Stadtsaals ein wenig "fördern". Wunderschön auch der Stadtsaal selbst, welcher 2011 renoviert bzw. adaptiert wurde und spannenderweise noch nicht denkmalgeschützt ist. Ursprünglich ein Ballsaal eines Hotels gewesen, verströmt er noch immer das Flair der vergangenen Zeit.
Caroline hat dankenswerter Weise ihre Vorgesetzten vertreten, der eine war durch einen Gips verhindert, der andere hatte keine Zeit. Sie hat jedoch nach besten Wissen und Gewissen alle Fragen zu unserer Zufriedenheit beantwortet und Einblicke über die Do`s und Dont`s bei der Künstlerbetreuung, die Mitarbeiteranzahl und - tätigkeiten im Stadtsaal oder die PR-Arbeit gegeben. Manche Fragen blieben offen, doch das Angebot, eventuelle Fragen per Mail an den Stadtsaal zu richten, wird von unserer Gruppe sicher angenommen bzw. praktiziert.
Danach hat Marlene die Führung übernommen und uns in den oberen Stock geführt, welcher eine besonders gemütliche und behagliche Atmosphäre hatte. Große Ohrensessel zum Hineinplatzieren, bunte Tischlampen oder auch die Tapete geben dem Raum ein tolles Ambiente. Beneidenswert die Künstler, die aus dem Ausland kommen und auf Wunsch in der dem Stadtsaal zugehörigen Wohnung übernachten dürfen.
Ein kleiner Kulturschock allerdings, wenn man die Toilette betritt, rosa-grüne Sterilität der 70er blinkt einem da entgegen und ist ein starker Kontrast zu den Räumen außerhalb. Das einzige Natürliche: die frischen Blumen beim Spiegel bzw. Waschbecken.
Nach Fachgespräch und Besichtigung gönnten wir uns alle noch ein - manche auch zwei - Getränke und dann kam: Mike Supancic. Gespannt waren wir alle und lauschten aufmerksam zu. Die Begeisterung hielt sich bei den meisten jedoch in Grenzen. Teils aus Verständnisschwierigkeiten, nicht jeder kannte Hans Moser, nicht jeder verstand den Humor und die Aussprache war manchmal schlecht verständlich. Aber Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden und ich freu mich schon auf meine nächsten Kabarettbesuche, wo meine Lachmuskeln vielleicht wieder ein wenig mehr strapaziert werden.
Anbei zum Abschluss des Kapitels noch ein Interview zu Mike Supancic`s neuem Programm sowie einige Kritiken der Presse
http://www.diekleinkunst.com/im-dialog-mit-2013/mike-supancic/
http://kurier.at/kultur/buehne/mike-supancic-running-schischuh-und-katzipischwegwisch/29.509.819
http://derstandard.at/1379292995526/Running-Schischuh-kurz-vor-dem-Durchbruch
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen