Mittwoch, 31. Dezember 2014

Happy new year!

Ich hoffe, dass alle zu weihnachtlichen Keksen gekommen sind und sich nicht so anstrengen mussten wie dieses Glücksschweinchen!

Auf ins Jahr 2015 mit Elan und Erfolg und hoffentlich guten Einfällen für unsere Projekte! 



Montag, 1. Dezember 2014

Exkursion: Wien Museum am Karlsplatz


 
Unsere letzte Exkursion führte uns in das Wien Museum am Karlsplatz. Der Weg zum Ort des Geschehens wurde von arbeitenden Menschen gesäumt, die gerade fleißig die letzten Vorbereitungen für den Kunstmarkt bzw. Christkindlmarkt am Karlplatz vorbereiteten. Leichte Enttäuschung machte sich bei dem einen oder der anderen breit, dass der Ausklang unserer Exkursion wohl doch nicht bei einem Punsch stattfinden würde...
 
Im Inneren des Museums begrüßte uns alsbald Fr. Bärbel Schrems, die Leiterin der 
Ausstellungsproduktion und führte uns in die aktuelle Ausstellung "Wien im Ersten Weltkrieg  Stadtalltag in Fotografie und Grafik". Fr. Schrems lenkte unseren Blick vor allem auf die Details der Ausstellung und erläuterte, warum das Ausstellungsdesign entsprechend gewählt wurde und was die Hintergründe bzw. die Vorarbeiten einer solchen Ausstellung bedeuten. Zum Beispiel machte sie darauf aufmerksam, dass am Beginn der Ausstellung einem noch die jubelnde Menge "entgegenkommt" und sogleich daneben, ein paar Schritte entfernt, bereits deprimierte Menschen stehen, die sich um Lebensmittel anstellen.

Quelle: Wienmuseum
 
Diese Ambivalenz hat auch den Pressestimmen gut gefallen, z.B. der Wiener Zeitung/Zitat: „Ambivalent ist schon der Eingang zur Ausstellung: Lebensgroß wird man da von einer jubelnden Menge empfangen, doch gleich daneben stellen sich ebenso überdimensioniert die Massen um Lebensmittel an."
 
Neben dem Input zum Ausstellungsdesign hat Fr. Schrems auch sehr kompetent über Budgetierung und Ablauf erzählt und das Ganze noch durch zur Verfügung gestellte
Hand-outs ergänzt. Es ist schon beeindruckend, wie viel Arbeit dahintersteckt - die Planung beginnt mindestens 1-2 Jahre vor Ausstellungsbeginn, abhängig davon, wie groß die geplante Ausstellung ist. 
 
Wie gut so eine Ausstellung ankommt, sieht man teils anhand des Feedbacks in den eigens aufgelegten Gästebüchern, welches nach Ausstellungsende analysiert wird. Ein Blick in die aktuellen Niederschriften zeigte, dass jedoch nicht nur positives vermerkt wird und auch der eine oder andere "Spaß-Kommentar" seinen Platz findet...  
 
Wie ich selbst die Ausstellung empfand, kann ich leider gar nicht so genau sagen, da ich mehr auf den Input von Fr. Schrems konzentriert war. Das Zuhören machte mir Lust, gleich dort mitzuarbeiten...
 
Am Schluss gestattete Fr. Schrems uns noch, unsere Kinderseele ein wenig zu beglücken und wir durften kurz einen Sprung in die Ausstellung "Ich bin ich" / Mira Lobe und Susi Weigel  - schauen. Die Ausstellung - natürlich zielgruppenorientiert ganz anders aufgebaut - bringt den jungen Besuchern bestimmt eine Menge Freude.

Nach einer Einladung von Fr. Schrems zur nächsten Preview im Feber 2015 schleusten wir uns durch die Sicherheitstüren, lösten kurz Alarm aus und starteten rasch einen kleinen "Nachtspaziergang". Gelandet sind wir letztendlich bei einem Italiener, wo wir den Abend schön ausklingen ließen. Bei Wein und Philosophie - Was ist Kunst? Eine Fortsetzung des bereits stattgefundenen Moduls, eine Lösung wurde nicht gefunden, aber vielleicht ist das ja gerade das Schöne...
 
 

Mittwoch, 19. November 2014

Einige Anmerkungen zu den Cultural Studies

Da die Cultural Studies der Schwerpunkt meines Studiums waren, möchte ich an dieser Stelle ein paar Anmerkungen dazu anführen, um die Kurseinheit vom Freitag den 14. November zu ergänzen. Gleich vorweg: Wenn von Cultural Studies (CS) gesprochen wird, handelt es sich eben nicht um eine einfache Übersetzung des Wortes „Kulturtheorie“ ins Englische, sondern um ein bestimmtes Forschungsparadigma, das sich gleichzeitig jedoch nicht immer eindeutig und trennscharf definieren lässt – doch dazu später.

Das Projekt der CS entstand in den späten 50er Jahren des 20. Jahrhunderts in England. Ein zentraler Aspekt war die wissenschaftliche Hinwendung zur Populärkultur, damals insbesondere zu der Alltagskultur der Arbeiterklasse. Verworfen wurde somit die Vorstellung, dass mit Kultur nur die sogenannte Hochkultur der Elite verstanden werden sollte. Vielmehr ist es die Populärkultur, welche als ein ständiger und wichtiger Teil der Lebenswelt der Menschen entscheidend für deren Selbstverständnis und Identität ist, da sie eine wichtige Rolle in deren Sozialisation spielt. Die Populärkultur beeinflusst maßgeblich, wie Menschen sich selbst verstehen und ihrem Leben und der Welt Sinn geben. Kultur besteht aus Sicht der CS nicht nur aus kulturellen Produkten oder Gütern, sondern vielmehr aus gemeinsam gemachten Erfahrungen und Alltagspraktiken, durch welche Kultur ihren Ausdruck findet. Raymond Williams, einer der Gründerväter der CS, bezeichnete Kultur als „a whole way of life“ – also als gesamte Lebensweise.

In den 60er und 70er Jahren beschäftigten sich die CS vor allem mit Jugend- und Subkulturen sowie deren spezifischen Praktiken. Diese Kulturen (z.B. Punk) wurden dabei als spezifische Antworten auf den jeweiligen historischen Kontext gelesen. In ethnografischen Studien untersuchten die CS den Stil der verschiedenen Jugend- und Subkulturen, der durch bedeutungsvolle Praktiken wie etwa der Kleidung oder der Art zu Tanzen seinen Ausdruck fand. Als das Fernsehen in den 80ern immer mehr an Bedeutung gewann und zum gesellschaftlichen Leitmedium geworden war, rückten für die CS vermehrt auch Medienstudien in den Vordergrund. Die CS sehen die Rezeption von Medien dabei nicht als passiven Prozess, sondern betonen vor allem auch die Möglichkeit von kritischen Lesarten.

Die CS weisen darauf hin, dass auf dem Feld der Kultur ein „Kampf um Bedeutung“ stattfindet. Dadurch erklärt sich etwa auch der Fokus auf widerständige Subkulturen und kritische Medienrezeption. Wichtig für die CS ist aber das Untersuchen und Aufzeigen der Kräfteverhältnisse, denen dieser „Kampf um Bedeutung“ zugrunde liegt. Welchen Handlungsspielraum haben die Menschen auf dem Feld der Kultur?

Studien der CS fokussieren sich stets auf das Zusammenspiel von Kultur, Macht und Identität. Diese drei Begriffe fassen somit den wissenschaftlichen Fokus der CS zusammen. Gleichzeitig lassen sie sich, wie eingangs erwähnt, nicht eindeutig und trennscharf von anderen wissenschaftlichen Disziplinen abgrenzen. Das liegt daran, dass die CS auf eine Vielzahl von theoretischen Ansätzen und Methoden zurückgreifen und sich selbst als interdisziplinäre Herangehensweise verstehen.

Wer sich über diesen sehr (!) groben Überblick hinaus mit den CS beschäftigen will, kann sich jederzeit an mich wenden. Ich kann euch gerne jede Menge Literaturtipps geben, ein Buch leihen oder auch den einen oder anderen Text zur Verfügung stellen.

Freitag, 14. November 2014

Unsere zweite Exkursion - der Tag danach


Gestern waren wir im Stadtsaal den Mike Supancic ansehen. Und die Hoch- und Talfahrt, die der Künstler und auch seine Gitarre auf der Bühne erlebt haben, hat sich auch in meinem Befinden niedergeschlagen.

Zu aller erst einmal: Super, dass die Mariahilferstraße, oder Mahü - wie es jetzt schon so umgangssprachlich heißt - eine Fußgängerzone geworden ist! Das hat auch Caroline, unserer charmanten Betreuung im Stadtsaal gefallen - die Leute kommen nicht mit dem Auto und können somit mehr konsumieren und die Kasse des Stadtsaals ein wenig "fördern". Wunderschön auch der Stadtsaal selbst, welcher 2011 renoviert bzw. adaptiert wurde und spannenderweise noch nicht denkmalgeschützt ist. Ursprünglich ein Ballsaal eines Hotels gewesen, verströmt er noch immer das Flair der vergangenen Zeit.

(c) Roland Trabe

Caroline hat dankenswerter Weise ihre Vorgesetzten vertreten, der eine war durch einen Gips verhindert, der andere hatte keine Zeit. Sie hat jedoch nach besten Wissen und Gewissen alle Fragen zu unserer Zufriedenheit beantwortet und Einblicke über die Do`s und Dont`s bei der Künstlerbetreuung, die Mitarbeiteranzahl und - tätigkeiten im Stadtsaal oder die PR-Arbeit gegeben. Manche Fragen blieben offen, doch das Angebot, eventuelle Fragen per Mail an den Stadtsaal zu richten, wird von unserer Gruppe sicher angenommen bzw. praktiziert.

Danach hat Marlene die Führung übernommen und uns in den oberen Stock geführt, welcher eine besonders gemütliche und behagliche Atmosphäre hatte. Große Ohrensessel zum Hineinplatzieren, bunte Tischlampen oder auch die Tapete geben dem Raum ein tolles Ambiente. Beneidenswert die Künstler, die aus dem Ausland kommen und auf Wunsch in der dem Stadtsaal zugehörigen Wohnung übernachten dürfen.
Ein kleiner Kulturschock allerdings, wenn man die Toilette betritt,  rosa-grüne Sterilität der 70er blinkt einem da entgegen und ist ein starker Kontrast zu den Räumen außerhalb. Das einzige Natürliche: die frischen Blumen beim Spiegel bzw. Waschbecken.

Nach Fachgespräch und Besichtigung gönnten wir uns alle noch ein - manche auch zwei - Getränke und dann kam: Mike Supancic. Gespannt waren wir alle und lauschten aufmerksam zu. Die Begeisterung hielt sich bei den meisten jedoch in Grenzen. Teils aus Verständnisschwierigkeiten, nicht jeder kannte Hans Moser, nicht jeder verstand den Humor und die Aussprache war manchmal schlecht verständlich. Aber Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden und ich freu mich schon auf meine nächsten Kabarettbesuche, wo meine Lachmuskeln vielleicht wieder ein wenig mehr strapaziert werden.

Anbei zum Abschluss des Kapitels noch ein Interview zu Mike Supancic`s neuem Programm sowie einige Kritiken der Presse
http://www.diekleinkunst.com/im-dialog-mit-2013/mike-supancic/
http://kurier.at/kultur/buehne/mike-supancic-running-schischuh-und-katzipischwegwisch/29.509.819
http://derstandard.at/1379292995526/Running-Schischuh-kurz-vor-dem-Durchbruch

Freitag, 7. November 2014

Vorinfo zu unserer 2. Exkursion: Mike Supancic

Am 13.11.2014 findet unsere 2. Exkursion statt!
Mike Supancic: Ich bin nicht allein
Und zwar geht es in den Stadtsaal zu
Mike Supancic und seinem Programm
"Ich bin nicht allein".

Gestern Abend habe ich mit Viktoria Horvat über die bevorstehende Exkursion gesprochen und Viktoria ist ganz begeistert von Mike Supancic.  Sie hat Mike Supancic bereits in einem Programm gesehen und es hat ihr sehr gut gefallen. In diesem Stück hat Mike Supancic den ÖBB-Blues vorgetragen, welcher Viktoria sehr zum Schmunzeln brachte.

Ob uns das neue Programm gefallen wird, wird sich diesen Donnerstag weisen. Vorab ein paar Informationen zum Programm sowie ein kurzer Überblick über das bisherige Schaffen von Mike Supancic.
 
Info zum Programm (Quelle: www.supancic.at): 
Die ganze Welt ist erstens himmelblau, zweitens eine Bühne, drittens voller Narren, und Mike Supancic ist der Cliniclown. Legt Eure feinste Zwangsjacke an, schnallt Euch die Hände auf den Rücken und nehmt eine doppelte Dosis vom Üblichen: Hier kommt der multiple Mike aus
der Zelle nebenan! Er hört Stimmen und tausend Melodien dirigieren ihn.
Er sieht hell und tappt im Dunkeln. Er sind viele und doch nicht allein. Begleitet von einer treuen Gefährtin, der Stromgitarre, von seinen "aberwitzigen Texten, rasanter Komik und seinem komödiantischen Talent" (Jury Begründung Salzburger Stier, 2013) wirft das neue Soloprogramm von Mike Supancic mehr Antworten auf, als es Fragen gibt.

Bringen Kupferdieb-Charly & Schrottkaiser-Kurt die ÖBB endgültig zum Entgleisen?
Gelingt der Sprung aus dem Stand in die Stratosphäre?
Stammt der Spruch „Großer Preis und kleiner Wert“ von Frank Stronach?
Setzt HC Strache die Rückkehr zur Reichsmark in der FPÖ Parteikassa durch?
Wird das alpenländische „Running-Schischuh“ ein kulinarischer Welterfolg?
Viele gingen schon über den Jordan, aber kann ein Kuckucksnest über den Supancic fliegen?
 
Bisherige Programme bzw. Preise:
Dies ist nicht das erste Programm von Mike Supancic. Er war bereits sehr fleissig und hat eine Vielzahl von Programmen geschrieben bzw. live vorgetragen sowie den einen oder anderen Preis für seine Kleinkunst ergattert. Anbei eine kleine Chronologie:
 
  • 1983-1986 Mitglied der (Schüler)Kabarettgruppe „Knüppel aus dem Sack“
  • 1987 1. Soloprogramm „Kauderwelsch“ Gewinn des Grazer Kleinkunstvogels
  • 1989 2. Programm „Kirchen, Sekten, starke Männer“
  • 1991 „Das tritte Programm“
  • 1992 4. Soloprogramm “Ein Kasperl geht wieder auf Reisen”
  • 1995 „Benefiz für mich“
  • 1997 „Durchbruch“
  • 1998-2001 Mitglied der „Langen Nacht des Kabaretts“
  • 1998 „Strenge Kammerspiele“
  • 1999 Mitwirkung bei „Schwejk“ (Regie: Leo Lukas) im Grazer Orpheum
  • 2000 8. Soloprogramm „Die große Fahrt des Zirkus Supancic“
  • 2001 Musikprogramm mit Band, Mike Supancic & Die Knechte des Lasters „Flashback Concert Tour“
  • 2003 9. Soloprogramm „Das Geheimnis von Imst“
  • 2004 10. Soloprogramm „Radio Supancic“ Mitwirkung im Film "Nacktschnecken" (Regie: Michael Glawogger)
  • 2006 11. Soloprogramm „Auslese“ (Best-of Programm) Gemeinsames Programm mit I Stangl & O. Lendl „Winnetou lebt!“
  • 2008 12. Soloprogramm „Jesus Mike Superstar“
  • 2010 13. Soloprogramm "Traumschiff Supancic"
  • 2011 Verleihung des Ybbser Spaßvogel
  • 2012  Konzertprogramm und Musik-CD "Bis dass der Stromausfall uns scheidet" mit der Band "Los  Cravallos"
  • 2013 Verleihung Salzburger Stier


Teambuilding Training in Schwaighof



Freitag, 24. Oktober 2014

“Onkel Präsident” - eine gegenwärtige Revolution der Oper oder: Hinter den Kulissen war es doch interessanter!

Photo Anna Kachkovska




     Am 11. Oktober 2014 wurde das Opernstück „Onkel Präsident“ auch in der Volksoper Wien präsentiert. Bevor es in Wien aufgeführt wurde, fand seine Uraufführung erfolgreich und triumphierend im Gärtnerplatz-Theater im Juni 2013 in München statt. Nun ist es auch für die WienerInnen und die Touristen endlich so weit, das neue Werk von Cerha genießen zu können.  

     Auch die Kulturmanagementgruppe verpasste dieses Event nicht und hatte ihre eigene kleine Prämiere - nämlich ihre offizielle erste Exkursion in die Volksoper. Kurz vor dem Beginn des Musikspiels durften wir auch ein Fachgespräch mit dem Marketing-Leiter des Hauses (Dr. Jürgen Bauer) führen. Das war nicht weniger spannend, als sich das Opernstück „Onkel Präsident“ selbst anzuschauen, stellenweise sogar mehr. 

     Schon während des Stücks dachte ich an die von Jürgen Bauer erwähnte Statistik bezüglich der anteilsmäßig wenigen 30 – 40-jährigen BesucherInnen: Er meinte, dass genau diese Altersgruppe der WienerInnen am meisten mit der Kindererziehung, intensiver Arbeit, Karriereplänen, usw. beschäftigt sind und deswegen erst in späteren Lebensabschnitten zu aktiven OpernbesucherInnen werden. Aber ob das der genaue Grund für das Fernbleiben der 30 – 40-jährigen ist und wer im Prinzip das Publikum der Oper bzw. Volksoper ist, ist eine gute Frage! 

     Teilweise schlägt Friedrich Cerha eine Antwort auf diese Frage selbst vor, zusammen mit seiner Kunstgruppe, zu der u.a. der Regisseur Josef Köpplinger, der musikalische Leiter Alfred Eschwé, der Dramaturg Christoph Wagner-Trenkewitz, der Bühnenbildner Johannes Leiacker gehören: Die Oper solle sich als Gattung ändern, wahrscheinlich auch modernisieren, entgegen dem Fakt, dass die Oper schon seit 400 Jahren unverändert überlebt!

     Als Vorlage für sein Werk „Onkel Präsident“, nimmt der Komponist das Theaterstück „Eins, zwei, drei“ (1929) vom österreichisch-ungarischen Dramatiker Ferenc Molnár, das im Jahr 1961 auch durch Billy Wilders gleichnamige Komödie verfilmt wurde. Im ersten Handlungsstrang Cerhas Oper haben diese drei Werke das gleiche Leitmotiv, und zwar eine ironische Kritik der Gesellschaft, die käuflich ist, Macht demonstriert und in der gute Karrieren einen hohen Preis haben. Der zweite Handlungsstrang kann auch als Besonders bezeichnet werden, aufgrund der ironisch geübten Kritik vom Komponisten Cerha am Opernbetrieb, seinem Bedauern den KünstlerInnen gegenüber wegen der Unterjochung und seinem Bezweifeln der Sinnhaftigkeit der Oper überhaupt. Dieser Zweifel wird besonders sichtbar im Vorspiel und im Epilog seines Stücks, in welchen der Präsident eines Stahlkonzerns und der Komponist zum Beispiel über die gegenwärtige Oper als Gattung diskutieren, die kürzer werden soll, als die Opern von Wagner.

     Einige Kritiker glauben, dass der 87-jährige Friedrich Cerha mit seinem Stück „Onkel Präsident“ einen Schritt hin zu einer Modernisierung der Oper machte, insofern sie bei ihm humorvoll, ironisch, kritisch, sogar selbstkritisch, und einfach komisch ist. Andere finden, dass es sich mehr um eine Wiederbelebung des Genres „musikalische Komödie“ oder „komische Oper“, die vor rund hundert Jahren populär war, handelt. Die kleinere Gruppe der 20 – 40-jährigen ZuschauerInnen war eher skeptisch als begeistert. Aber was doch sehr interessant für mich persönlich gewesen wäre, wäre noch den Mann, der in der Mitte der Oper kurz so laut schnarchte zu fragen, wie gut ihm eigentlich das Stück gefallen hat ...


Interessante Links zum Thema:



http://kurier.at/kultur/buehne/onkel-praesident-diese-oper-hat-eine-zukunft/90.747.830


Sonntag, 12. Oktober 2014

Vorabimpressionen zu unserer Exkursion "Onkel Präsident" in der Volksoper





Am  16. Oktober 2014 startet unsere erste Exkursion!
 
Und zwar geht es in die Volksoper zu Friedrich Cerhas neuer Oper "Onkel Präsident".
Damit wir alle bereits erste Eindrücke bzw. Vorabinformationen haben, anbei ein paar
erste Facts & Infos.

Inhaltsangabe (Quelle: www.musicaustria.at):
Auf der Basis von Ferenc Molnárs Bühnenstück „Eins, zwei drei“, das 1961 von Billy Wilder verfilmt wurde, zeigt Cerhas neue Oper die Wandlung des Fahrradboten Josef Powolny zum Spitzenmanager mit Adelsprädikat. Der „Onkel“ Präsident, allmächtiger Chef eines Stahlkonzerns, zieht die Fäden, um einen präsentablen Ehemann für die Millionenerbin Melody Moneymaker zu „erfinden“.
 
Szenenfotos der Aufführung (Quelle: www.kurier.at)


David Sitka als "Josef Powolny" und Julia Koci "Melody Moneymaker"
 während einer Fotoprobe von "Onkel Präsident"  
Elvira Soukop als "Fräulein Flott", Stefan Cerny als "Dr. Fleiß", Renate Pitscheider als "Fräulein Flugs",  Martina Dorak als "Fräulein Flink" und Renatus Mészár "Der Präsident" während einer Fotoprobe von "Onkel Präsident"
 
 

Input Website "Volksoper":  
Mit seinem 2013 in München uraufgeführten „Onkel Präsident“ ist dem Siemens-Musikpreisträger Cerha ein vitales Lebenszeichen nicht nur seiner Kunst, sondern der verblasst geglaubten „komischen Oper“ überhaupt gelungen.
In Koproduktion mit dem Staatstheater am Gärtnerplatz präsentiert die Volksoper Wien nun die Österreichische Erstaufführung.

Termin:  
Donnerstag 16. Oktober 2014
Beginn: 19:00 Uhr

Dauer: 1 Stunde 45 Minuten, Pausen: 0
 
 
Werkeinführung mit Christoph Wagner-Trenkwitz um 18:30 Uhr im Galerie-Foyer